Grotesktanz bezeichnet bis ins 19. Jahrhundert, als es noch eine klare Unterscheidung zwischen der volkstümlichen Pantomime und dem höfischen Ballett gab, bestimmte Formen des Charaktertanzes, insbesondere, wenn es sich um Adaptionen von Ta…
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Grotesktanz bezeichnet bis ins 19. Jahrhundert, als es noch eine klare Unterscheidung zwischen der volkstümlichen Pantomime und dem höfischen Ballett gab, bestimmte Formen des Charaktertanzes, insbesondere, wenn es sich um Adaptionen von Tanzformen exotischer Völker handelte, so charakterisierte Johann Gottfried Kiesewetter den „Indianertanz“ im Ballett von Spontinis Oper Fernand Cortez (1800) als Grotesktanz.
Namhafte Grotesktänzer dieser Epoche sind: 1
Wilhelm Dornewaß (1819–1896)
Carlo Taglioni (vor 1755–1835?)
John Weaver (1673–1760)
Ab Anfang des 20. Jahrhunderts bezeichnete man populäre „Nummern“ in Singspielhalle, Varieté, Music Hall oder Vaudeville, die sich des Grotesken als Stilmittel bedienten, als Grotesktanz. Bekannt wurde in diesem Zusammenhang die Tänzerin Valeska Gert mit ihren Grotesktänzen beziehungsweise -pantomimen. Auch die Darbietungen von Josephine Baker wurden als Grotesktanz charakterisiert.
Diese Zuordnungen wurden aber auch kritisiert. So schrieb Frank-Manuel Peter über Valeska Gert: 1
Die Terminologie war jedenfalls nicht sicher. Valeska Gert erinnert sich, dass man ihre Tänze und Pantomimen je nach Geschmack als „bizarr, grotesk, tragisch, komisch, lasterhaft, klassisch, gotisch, barock, expressionistisch, surrealistisch“ bezeichnet hat. 1
Literatur
Joachim Schultz: Grotesktänzer, Excentrics und andere burleske Gestalten auf der Bühne. In: Eva Erdmann: Der komische Körper: Szenen – Figuren – Formen. transcript, 2003, ISBN 3-8394-0164-X, S. 137–142 (online). 1
The text above is adapted from the Wikipedia article “Grotesktanz”, available under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 licence. 1
Grotesktanz is recorded in open cultural data. The structured record cited below does not describe the practice, and this entry has not yet been reviewed by a person familiar with the tradition. 2