The tradition & historical record
5 min read · 2 sourcesIn die Berg bin i gern (bairisch-österreichischer Dialekt für In den Bergen bin ich gern) ist ein Kärntnerlied, das ein „weithin bekanntes“ Volkslied ist. Die erste Strophe wird oft in Bezug auf das Leben auf einer Alm zitiert. Das Thema von In di Berg bin i gern – die Sehnsucht nach den Bergen im Frühling und das Denken an „sein Liebchen“ dabei ist das Thema „unzähliger Lieder im Alpenraum“. 1
Musik und Text
Alternative dritte Strophe: 1
Entstehung
Laut Angaben im Buch Volksmusik in Niederösterreich. Pielachtal wurde der Text der ersten Strophe 1881 und das gesamte Lied erstmals 1891 in Kärnten veröffentlicht. Eine erneute Veröffentlichung mit einer neuen Melodie sei 1893 geschehen, diese Melodie ist mit dem Volkslied Wo i geh, wo i steh ident. Große Verbreitung fand In di Berg bin i gern durch die Musikpädagogik an den österreichischen Schulen. Doch schon 1876 wird der Liedtext in der Zeitschrift Die Heimat zitiert. In diesem Artikel heißt es über das Lied, es werde gesungen vom „kärntnerischen Bergerbua, wenn die Zeit zum Auftrieb auf die Alm herannaht“. Eine ähnliche Aussage über den „kärntnerischen Bergerbua“ findet sich 1882 im Buch Cultur- und Lebensbilder aus Kärnten unter der Überschrift Die Almfahrt sowie 1888 in der Zeitschrift Carinthia. Auch findet sich In di Berg bin i gern in der 1877 erschienenen Liedsammlung Fünfhundert Schnadahüpfl’n, Oberlandler- und neueste Volks-Liadln, Oesterreicher-G’sangln und Walzer Im 1884 erschienenen Buch Almrausch – Almliada aus Steiermark wird das Lied dem Murtal (geographisch getrennt in Oberes Murtal und Mittleres Murtal) zugeordnet. Im imbselben Jahr erschienenen Buch Aus der kärntischen Alpenwelt wird das Besingen der Berge in Kärnten wie folgt beschrieben: „In unserem Alpensohne vereint sich so viel Lebens-, Liebes- und Sangeslust, dass sie oft unbändig nach einem Ausrufe sucht. Besonders sind es die geliebten Alpen, die in kurzen, kernigen Liedern gefeiert werden.“ Danach ist in diesem Buch der Text des Lieds In die Berg bin i gern als Beispiel angeführt. 1
Interpreten
2000: DJ Ötzi: auf dem Album Das Album 2000: Die Punkte 2002: Wiener Sängerknaben: auf dem Album Singen is ins’re Freid 2009: Die Edlseer: auf dem Album Weihnacht 2010: Huberalm-Dirndln: auf dem Album In di Berg bin i gern 2014: Gerhard Fitzinger: auf dem Album Alpenland – Heimatland, Vol. 2 2015: Kastelruther Spatzen: auf dem Album Heimat – deine Lieder 2017: Die Paldauer: auf dem Album Still 1
Literarische Erwähnungen
Im Buch Ein Tiroler Sängerleben von Alfred Moschkau, das sich mit dem Leben des Tirolers Josef Pitzinger beschäftigt, wird der Liedtext von In di Berg bin i gern zitiert, um den Grund anzuzeigen, warum er sich, anders als vom Vater vorgesehen, nicht für eine Laufbahn als Angehöriger des Klerus entschied. Er erlernte an dessen Stelle den Beruf des Werkzeugschmieds. Der deutsche Schriftsteller Arthur Achleitner zitierte 1893 die erste Strophe von In di Berg bin i gern in seinem Buch In der Mordau, wo er über das Leben und die Arbeit auf der Mordaualm schreibt. Seine Erzählung wurde in einigen Zeitungen abgedruckt. Der österreichische Künstler André Heller nimmt in seiner 2009 erschienenen Erzählung Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein auf das Lied Bezug: Sein Vater habe ihn unter anderem bestraft, „weil ich mit der nach Salbei riechenden Hausmeisterin Erika Grünling zweistimmig In di Berg bin i gern gesungen … hatte“. Im 2021 erschienenen Roman Feuer ins Herz von Gerald Ehegartner schreibt das Lyrische Ich über eine Nacht am Lagerfeuer: „Franziska und ich stimmten das Lied In di Berg bin i gern an.“ Andreas Kufsteiner erwähnte das Lied im selben Jahr in seinem Roman Der Bergdoktor 2103, dort werden Kinder erwähnt, die „mit der Schule beziehungsweise dem Kindergarten ein paar Lieder vortragen würden. Tessa übte ständig vor dem Spiegel: In die Berg bin i gern“. 1
Literatur
600 Schnadahüpfeln, G’stanzeln und Vierzeilige. Massanetz, Wien 1881, S. 40 (österreichisches Deutsch, 128 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 31. Juli 2026]). Bayerische Staatsbibliothek (Hrsg.): Kärntner Lieder. Joh. Leon sen., Klagenfurt am Wörthersee 1881, Kap. 1, S. 4 (österreichisches Deutsch, 182 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 31. Juli 2026]). Otto Adophi: Das große Buch der fliegenden Worte, Zitate, Sprüche und Redensarten. eine umfangreiche, praktische und zuverlässige Sammlung von mehr als 10.000 geflügelten Worten; Spruchdichtungen verschiedener Art. Herlet, Berlin 1890, Kap. 6, S. 577 (616 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. August 2026]). Matthäus Petutschnigg: Auf der Alm. Aus Kärntens Bergen. In: Österreichs deutsche Jugend. Band 9. Verlag des Deutschen Landeslehrervereins, Liberec 1892, S. 202 (österreichisches Deutsch, 308 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. August 2026]). Almleben. Eine Parthie auf die kärntisch-steirischen Grenzalpen. In: Lavanttaler Bote. 7. Jahrgang, Nr. 33. Unterkärntner Nachrichten Verlags GmbH, Wolfsberg 19. August 1893, S. 1 (österreichisches Deutsch, 14 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. August 2026]). Franz Franzisci: Touristische Farbenskizzen und Volkslebensbilder aus Kärnten. Literarischer Vereins-Verlag, Wien 1895, S. 15 (österreichisches Deutsch, 133 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. August 2026]). Joseph Renner sen.: Gaudeamus. Sammlung fröhlicher Lieder. Verlag Anton Pustet, Salzburg 1897, S. 107 (österreichisches Deutsch, 128 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. August 2026]). 1
The text above is adapted from the Wikipedia article “In die Berg bin i gern”, available under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 licence. 1
In di Berg bin i gern is recorded in open cultural data. The structured record cited below does not describe the practice, and this entry has not yet been reviewed by a person familiar with the tradition. 2