The tradition & historical record
4 min read · 2 sourcesDas Karmakol International Festival ist eine kulturelle Initiative im Sudan für sudanesischen und internationalen Kulturaustausch. Das erste von dieser Initiative organisierte Festival fand vom 1. bis 21. Dezember 2017 in Karmakol in der Provinz asch-Schamaliyya im Sudan statt. 1
Ziele
Ziel der Initiative ist es, durch den kulturellen Austausch den Sudan mit der internationalen Gemeinschaft zu verbinden. Insbesondere 2017, als das Land noch von Umar Al-Bashir regiert wurde, war das Festival ein wichtiger Schritt für die Annäherung an internationale Projekte. Das Festival präsentierte internationale und sudanesische Musik, Theater, Film, Kunst und Literatur und versuchte, verschiedene Formen des Ausdrucks zu fördern, die kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und interkulturelle Zusammenarbeit zu ermöglichen. Um das zu erreichen, arbeiteten die Veranstalter mit vielen Botschaften, NGOs und lokalen Partnern zusammen. Das Festival richtete sich vor allem an die Jugend des Sudan, die jahrelang unter Militärherrschaft, kultureller Isolation und Wirtschaftssanktionen gelitten hat. In gemeinsamen Workshops wurden neue Lebensentwürfe und künstlerische Positionen entwickelt. Für den Sudan, dessen Identität durch stark negative internationale Schlagzeilen gelitten hat, bot das erste Festival eine Perspektive der Hoffnung, der Vielfalt und des friedlichen Zusammenlebens. 1
1000 Workshop-Teilnehmer, darunter die Künstler und Volunteers bildeten den Kern des Festivals. Die in den Workshops arbeitenden Gruppen präsentierten dann in den letzten 8 Tagen des Festivals die Ergebnisse der Öffentlichkeit. Insgesamt lockte die erste Ausgabe des Festivals ca. 30.000 Besucher an. 1
Karmakol
Karmakol, ein Dorf, vier Autostunden nördlich von Khartum, ist der Gastgeber des Festivals. Vor Jahrzehnten wurde das alte Dorf wegen der regelmäßigen Überschwemmungen durch den Nil aufgegeben und ein neues Dorf weiter in der Wüste errichtet. Seitdem wurden die Fluten mit dem Bau von Staudämmen unter Kontrolle gebracht und das alte Dorf wartete auf eine neue Nutzung. Die Gemeinde Karmakol, deren größter Sohn der international gefeierte Schriftsteller El Tayeb Salih ist, hatte die Idee ein Zentrum für kulturelle Aktivitäten zu errichten. Mit der Hilfe der Schweizer NGO Swiss Initiative Culture Projects wurde 2016 das „Karmakol Culture & Education Center“ eröffnet. Die Projekte von Swiss Initiative verfolgen als langfristiges Ziel immer die wirtschaftliche Stärkung der Region und so entstand die gemeinsame Idee eines Festivals. Heute sind die 2400 Einwohner Karmakols die Eigentümer ihres Kulturzentrums und Mitveranstalter des Karmakol International Festivals. Die gastgebende Gemeinde öffnet ihre Häuser und vermietet Räume für die Unterbringung von Künstlern und Teilnehmern und unterstützt in allen Aspekten der Logistik und Sicherheit.