The tradition & historical record
3 min read · 2 sourcesDie Mollner Maultrommel ist ein traditionelles Musikinstrument aus der Gemeinde Molln in Oberösterreich. Die Erzeugung der Mollner Maultrommel wurde als Jahrhunderte alte Handwerkstechnik im Jahr 2014 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. 1
Geschichte
Die ersten schriftlichen Nachweise von Maultrommelmachern in Molln stammen aus der Zeit um 1650: Im Grundbuch der Herrschaft Steyr, das 1647 angelegt wurde, werden ein Pankraz Hueber Maultrummelmacher (Breitenau, alte Nr. 114) und sein Nachbar Georg Schneidersperger Maultrummelmacher vom Häusl bey der Pruggen (Breitenau, alte Nr. 118) genannt. Laut Trauungsmatrikeln heiratete im Jahr 1650 der „Trumblmacher“ Sebastian Salzhueber eine Margarete und am 20. Oktober 1657 der „Thrummerlmacher“ Wolfgang Stainer eine Margareta. Urkunden, die sich direkt auf die Herstellung der Maultrommeln beziehen, finden sich erstmals in den 1670er-Jahren: Am 20. März 1673 beschwerten sich fünf, durch Krieg und andere Misslichkeiten beeinträchtigte Mollner Hufschmiede bei der Verwaltung, dass sie um ihren Lebenserwerb gebracht werden, weil die (körperlich leichte) Herstellung von Kloben (Ausgangsprodukt für die Maultrommeln) nicht nur durch (nicht mehr voll arbeitsfähige) Hufschmiede, sondern auch durch irgendwelche Sensenschmiede und Bauernknechte vorgenommen werde. Laut Ratsprotokoll des Jahres 1677 ersuchen die „gesambten Trumblmacher zu Molln“ die Herrschaft um den Erlass einer dringend notwendigen Handwerksordnung. Im Jahr 1679 trat dann tatsächlich die erste Handwerksordnung für die Maultrommelmacher in Kraft. 1
Überblick
Zuerst werden zwei Halbfabrikate erzeugt, nämlich der Kloben (Rahmen) und die Zunge (Feder), die abschließend verbunden und gestimmt werden. 1
Klobenschmiede
Ursprünglich wurden die Kloben – ähnlich wie die Nägel in einer Nagelschmiede – handgeschmiedet. Vor allem ältere oder gebrechliche Hufschmiede, die nur mehr leichtere Arbeiten ausführen konnten, verdienten damit ihren Lebensunterhalt. Mit der Zeit bildete sich der Beruf des „Klöbenschmiedes“ heraus. Das Roheisen wurde vorzugsweise aus Wendbach in der Katastralgemeinde Trattenbach von Ternberg bezogen, wo eine Eisensorte hergestellt wurde, die für die Erzeugung der Kloben geeignet war. Seit den 1930er-Jahren wird als Ausgangsmaterial ein starker, gewalzter Draht mit rhombischem Querschnitt verwendet, von dem geeignet lange Stücke abgezwickt werden. In den 1820er-Jahren gab es in der Umgebung von Molln insgesamt 6 Klobenschmiede, davon zwei „Glöbenschmiden“ direkt in Molln: 1
Robert Stöger auf der Waldeckersölde, wo schon im Theresianischen Kataster um 1750 ein Maultrommelmacher nachweisbar ist. Franz Popp im Häusel am Eck, wo ursprünglich Büchsenmacher und Schaufelhacker tätig waren. 1
Kloben
Der Rohling wird gerade gestreckt, seine Enden werden gefeilt, und das Meisterzeichen wird eingestanzt. Am Amboss werden die beiden Endstücke um 90 Grad abgewinkelt. Mit zwei Zangen wird die Rundung hergestellt. Danach wird der Rahmen in seine endgültige Form gebracht. Die Kerbe für die Zunge wird mit einer Handpresse in den Rohling gedrückt. Früher wurden die Kloben in Putzmühlen gereinigt. Diese mit groben Sägespänen gefüllten Holztrommeln wurden durch fließende Gewässer angetrieben. Tausend Kloben wurden darin etwa 24 Stunden lang durcheinandergeschüttelt, bis das Eisen blank gescheuert war. 1
Zunge
Die Zungen (Federn, Lamellen) werden mit einer großen Schere aus dem Stahlblech geschnitten, zugefeilt, zweimal rechtwinkelig gebogen und gehärtet. 1
The text above is adapted from the Wikipedia article “Mollner Maultrommel”, available under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 licence. 1
Molln Jew’s Harp is traditional musical instrument, according to the structured record cited below. This entry was generated automatically from that record and has not yet been reviewed by a person familiar with the tradition. 2
The source record links this tradition to 1 external register, which can be verified through the citation. 2